Bund deutscher Innenarchitekten zeichnet Studentinnen der Hochschule Rosenheim für Abschlussarbeiten aus

Mit dem „bdia ausgezeichnet!“ prämiert der Bund deutscher Innenarchitekten (bdia) regelmäßig herausragende Abschlussarbeiten bundesweit aus den Fachbereichen der Innenarchitektur. Drei Studentinnen der Hochschule Rosenheim wurden nun für Ihre Bachelor- und Masterarbeiten geehrt.

Janina Schuldt, ausgezeichnet für ihre Masterthesis „Phänomenologie dunkler Räume“

Kristina Jenkel, ausgezeichnet für ihre Bachelorthesis mit dem Thema „Weiherhäuser – Konzeptentwurf für Kreativräume in der Natur“

Anna Lisa Radlmaier erhielt eine bdia Anerkennung für ihre Arbeit zum Thema „WAND I EL – Nichts ist so tief wie die Oberfläche“

Anfang Juli traf sich eine sechsköpfige Jury zur Bewertung von insgesamt 26 Abschlussarbeiten der Bachelor- und Master-Studiengänge Innenarchitektur. Eine bdia Anerkennung und zwei bdia Ausgezeichnet-Preise wurden an drei Studentinnen der Innenarchitektur vergeben.

Janina Schuldt, betreut durch Prof. Karin Sander und Prof. Mathias Wambsganß, überzeugte die Jury mit ihrer Masterthesis „Phänomenologie dunkler Räume“. „Das überraschende Element in dieser Arbeit ist im Grunde die Kraft des Lichtes, obwohl es fast fehlt“, beschreibt Claudia Schütz, Vizepräsidentin des Bundes deutscher Innenarchitekten und Jurymitglied, das Besondere dieser Arbeit. Die Reduktion des Lichtes als Entwurfsgedanke verfolge einen philosophischen Ansatz: Der Entwurf befasse sich mit der Atmosphäre der Dunkelheit im Raum und generiert damit eine sehr intensive Raumwahrnehmung. Minimales Licht hebe den schlichten Raum auf eine kontemplative, fast spirituelle Ebene. „Die sehr überzeugende Präsentation visualisiert eben dieses besondere Raumgefühl“, ist sich die Jury einig.

Die zweite Auszeichnung ging an Kristina Jenkel, die sich in ihrer Bachelorthesis mit dem Thema „Weiherhäuser – Konzeptentwurf für Kreativräume in der Natur“ befasste. „Die Klarheit des Entwurfs der Weiherhäuser zieht sich von der Idee bis hin zur Ausbildung der Baukörper. Die Natur vereint hier Rückzugs- mit Kreativräumen und schafft dadurch neue Synergien. Dies wird unterstützt durch die reduzierten und einladenden Innenräume. Zudem bietet die modulare Bauweise Möglichkeiten zur flexiblen Anwendung“, erläutert Dorothee Maier, Vorstand des BDIA Bayern und Jurymitglied, die Entscheidung für die besondere Auszeichnung. Betreut wurde die Arbeit durch Prof. Rainer Haegele und Prof. Franz Robold.

Für die Masterthesis von Anna Lisa Radlmaier gab es eine bdia Anerkennung. Das Thema „WAND I EL – Nichts ist so tief wie die Oberfläche“ beschäftigte sich mit unterschiedlichen Wandoberflächen. Das Ergebnis der Thesis ist aber alles andere als oberflächlich. „Die Tiefe der Recherche der Historie von Wandoberflächen überzeugte die Jury ebenso, wie die Auseinandersetzung mit optischer und haptischer Wahrnehmung. Die detaillierte Beschreibung von Qualitäten, Eigenschaften und Herstellung von Wandoberflächen bildet eine perfekte Basis für die professionelle Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Dimension von Räumen“, begründet die Jury die Anerkennung. Betreut wurde die Arbeit durch Prof. Karin Sander und Prof. Rainer Haegele.

Prof. Wambsganß dankte dem BDIA im Namen des Dekanats für sein großes inhaltliches und zeitliches Engagement. „Der Preis erfährt zunehmend an Bedeutung. Besonders freut es uns, dass es erstmals gelungen ist, auch Master- und Bachelorarbeiten aus dem Wintersemester 2016/2017 in die Ausstellung zu integrieren“, so Wambsganß. Die Nominierten nahmen dafür teilweise weite Anreisen in Kauf, um ihre Arbeiten nochmals auszustellen.

Die sechsköpfige Jury bestand aus Claudia Schütz, Vizepräsidentin BDIA, Dorothee Maier, Vorstand BDIA LV Bayern, Tina Gratzfeld, Mitglied BDIA Beirat LV Bayern, Matthias Kopielski, Mitglied BDIA Beirat LV Bayern, Merle Neumann und Christian Sedlmeier, Sieger BDIAusgezeichnet 2016.

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