Das aCar mobility Projekt zu Gast auf der IAA 2017

Studierende der Hochschule Rosenheim leisten mit dem aCar mobility Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen Produktentwicklung.

aCar Projekt auf der IAA 2017 (Bild: Prof. Dr. Sandra Krommes)

Das Projekt „aCar“ soll der ländlichen Bevölkerung in armen Regionen mit schlechter Infrastruktur durch ein modulares Fahrzeugkonzept den Zugang zu Märkten, Arbeitsplätzen, Gesundheit und Bildung ermöglichen. Nach erfolgreicher Testphase des ersten Prototyps wurde das aCar auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2017 in Frankfurt a.M. vorgestellt. In dem von der TUM geleiteten Projekt, an dem Industrie- und Hochschulpartner beteiligt sind, verantwortet die Hochschule Rosenheim die nachhaltige Produktentwicklung. 

Die nachhaltige Produktentwicklung mit Einsatz lokaler Materialien und Fertigungsverfahren für ländliche Regionen in Sub-Sahara-Afrika ist dabei Teil des Projektziels. Insgesamt sieben Studierende der Hochschule Rosenheim haben im Fachgebiet Sustainable Engineering und Management (http://sem.fh-rosenheim.de/) im Rahmen von Projekt- und Abschlussarbeiten Materialien entwickelt und getestet sowie Ressourceneinsatz und Umweltwirkungen bewertet.

So wurde in Zusammenarbeit mit der Kunststofftechnik ein Naturfaser-Verbundwerkstoff mit Jutefasern für das Fahrzeug-Interieur entwickelt. Ziel ist es dabei, von dem Faseranbau über die Faseraufbereitung und -verarbeitung bis zu einfachen Fertigungsverfahren eine hohe lokale Wertschöpfung vor Ort zu erzielen. Drei Studierende haben dabei Hand-in-Hand die Wertschöpfungskette in Bezug auf Verfügbarkeit und Lokalisierung des Faseranbaus und der Bauteilfertigung analysiert sowie die Entwicklung eines Bauteilkonzepts einschließlich Materialprüfungen durchgeführt.

In dieser frühen Phase der Produktentwicklung wurden zudem der Rohstoffeinsatz und die Umweltwirkungen des Fahrzeugprojektes analysiert und bewertet, um mittels der Ressourceneffizienz-Bewertung und der Ökobilanzierung das aCar von Beginn an umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten. Neben der Bewertung von Rohstoff-Risiken wurden vor allem die Umweltwirkungen des Elektroantriebs sowie weiterer Fahrzeugmodule untersucht. Die Handlungsempfehlungen fließen in die weitere Produktentwicklung ein.

Das aCar fand großen Anklang beim Fachpublikum und den Medien und soll nun in einer ersten Kleinserie in Produktion gehen.

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