Industriepartner informieren sich über den Projektstatus des „proto_lab“

Knapp ein Jahr nach der Kick-Off-Veranstaltung zum fachübergreifenden Projekt „proto_lab“ der Fakultäten für Holztechnik & Bau, Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen wurden den beteiligten Industriepartnern nun erste Prototypen und konkrete Anwendungsfälle vorgeführt.

Vertreter der sechs Industriepartner, des Seeoner Kreises und der Hochschule sowie das komplette proto_lab-Team

Im L-Gebäude der Hochschule wird derzeit eine wandelbare, Losgröße 1-fähige Fertigungszelle mit innovativer IoT (Internet of Things)-Produktionsarchitektur aufgebaut. Wenn in einer immer weniger planbaren Welt nicht mehr vorhersehbar ist, was und in welchen Mengen morgen produziert wird und Kunden ihre individuellen Wünsche immer stärker in die Produktgestaltung miteinfließen lassen möchten, müssen sich Unternehmen maximal flexibel aufstellen. Die Fertigungshardware (Maschinen, Layout, Lager) muss sich adaptiv an die Produktionsverhältnisse anpassen können. Verkettung und Automatisierung dürfen nicht fest, sondern müssen mobil und wandelbar sein. Um Fertigungsaufträge agil steuern zu können müssen sich alle IoT-Teilnehmer (Mensch, Maschinen, Material, …) dezentral vernetzen können. Maschinen mit freier Kapazität können über den „intelligenten Auftrag“ in Form eines autonomen Auftrags-Kommissionier-Containers so beispielsweise Teile zur Bearbeitung anfordern. Werker können ortsunabhängige Arbeitsplätze frei im Raum bewegen und je nach Bedürfnis umfunktionieren. Ein fahrerloses Transportsystem mit autonomer Wegstreckennavigation kann hierbei einen Transportservice anbieten. Bei Stapel- und Sortierprozessen unterstützt ein Industrieroboter mit eigens entwickeltem Greifarm und beim Montageprozess kommen Werkerassistenzsysteme wie etwa eine Mixed-Reality-Brille zum Einsatz. Bei aller Technik bleibt der Mensch aber stets im Mittelpunkt und kann jederzeit in den Wertschöpfungsprozess eingreifen und diesen aktiv (um-) gestalten. Die „natürliche“ Intelligenz und Erfahrung des Menschen kann und soll nicht ersetzt werden.

Das „proto_lab“ – der Weg von Manufaktur und KMUs in Richtung Industrie 4.0 – wird in Hannover auf der LIGNA 2019 auf einem Partnerstand in Kooperation der Hochschule Rosenheim mit den Industriepartnern Barth, HOMAG, ifp, serva, tresmo und WEIGANG.NEO der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

www.proto-lab.de

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