Innenarchitekturstudierende entwerfen Büro der Zukunft

Kreativitätsfördernd, flexibel und technologisch hochvernetzt. Diesen Anforderungen wird das „Büro der Zukunft“ entsprechen, das im ehemaligen Hydrauliklabor der Hochschule Rosenheim entsteht. Das Konzept für das Büro entwarfen Innenarchitekturstudierende im Rahmen eines fakultätsübergreifenden Semesterprojekts.

Prämierung des Siegerteams (v.l.n.r.): Lilia Thalhammer, Roman Paeske, das Siegerduo Christina Bergmann und Lena Lautenschläger, Prof. Denise Dih

Das Projektteam: Studierende, Hochschul- und Unternehmensvertreter

Inititiiert hat das Projekt Roman Paeske, Mitarbeiter an der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen.  Im Zuge von Industrie 4.0 entwickelt er in Zusammenarbeit mit Jochen Paul (HT) und Industriepartnern ein Produktionsfraktal der Zukunft. Im Sommersemester 2016 hatte er die Idee, analog zum Produktionsfraktal ein Büro der Zukunft an der Hochschule Rosenheim zu entwickeln. Um den Weg dafür zu ebnen, wurde das Hydrauliklabor umgezogen und der freigewordene Raum in den Semesterferien renoviert.

Im WS 2016/17 reifte das fakultätsübergreifende Projekt. 14 Studierende des Abschlusssemesters im Bachelorstudiengang Innenarchitektur erhielten die Aufgabe, jeweils ein Konzept für das Büro der Zukunft zu entwickeln, das unterschiedlichste Kompetenzen bündelt,  für Zusammenarbeit sorgt und zukunftsorientiertes Arbeiten ermöglicht. Die Studierenden bekamen als Anforderungen mit auf den Weg, dass das Konzept agiles und flexibles Arbeiten erlaubt, ergonomisch und ansprechend gestaltet wird und über einen hohen Wohlfühlcharakter verfügt. Zusätzlich soll das Büro der Zukunft technisch hoch vernetzt und ausgestattet sein sowie die Kreativität fördern und gleichzeitig Ruhephasen zur Regeneration ermöglichen. Auf dieser Basis starteten die Studierenden unter der Betreuung von Prof. Denise Dih (INN) und Lilia Thalhammer (GSW) ihre Recherche. Hierzu befragten sie die zukünftigen Nutzer des Büros ausführlich zu ihren Bedürfnissen, Arbeitsanforderungen und ihrem Nutzungsverhalten. Zusätzlich unternahmen sie eine Studienfahrt in die Schweiz und besuchten dort unter anderem das Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Inspiration fanden sie außerdem auf der internationalen Leitmesse für Office und Objekt, der Orgatec in München. Im November stellten die Innenarchitekturstudierenden ihre Entwürfe innerhalb eines Workshops „Ergonomie“ Studierenden der Physiotherapie vor, die ihr erlerntes Wissen in die Konzepte der Innenarchitekten einfließen ließen.

Als die Grobkonzepte der Studierenden fertig waren, galt es diesen den Feinschliff für die Abschlusspräsentation zu verleihen. Ende Januar präsentierten die Studierenden ihre Bürokonzepte einer Jury bestehend aus Prof. Dr. Oliver Kramer (Fakultät WI), Roman Paeske (WI), Prof. Denise Dih (INN), Lilia Thalhammer (GSW), Daniel Kuhnert (Hochschulentwicklung) und Iris Mollenhauer von der Firma Brüderl (Spezialist für Planen, Bauen und Einrichten). Platz 3 (100€) erhielt Franziska Greßka für das beste Modell, Platz 2 (150€) belegte das Duo David Sowa und Julian Rudolf für das zukunftsorientierteste Konzept und über den ersten Platz (250€) freuten sich Lena Lautenschläger und Christina Bergmann, die in ihrem Konzept den Campusgedanken aufgegriffen haben. Einen Sonderpreis erhielt Ruaah Altai (100€). Sie hat innerhalb ihres Konzepts eine Holzsilikon-Liege entworfen und gebaut, die sich individuell an den Körper anpasst. Zusätzlich beteiligte sich der Verein zur Förderung des Wirtschaftsingenieurwesens e.V. (WIRO) mit jeweils 50€ an den Modellbaukosten der restlichen acht Studierenden.

Auch der Bayerische Rundfunk wurde auf das Projekt aufmerksam und begleitete das Gewinnerteam vom Modellbau bis zur Abschlusspräsentation. Der TV-Beitrag ist hier zu sehen.

Das Gewinnerkonzept wird nun in Zusammenarbeit mit den Unternehmen ASS und Brüderl sowie dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik weiterentwickelt.

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