Kulturpreis Bayern

Im unterfränkischen Veitshöchheim ist der Kulturpreis Bayern verliehen worden. Wolfgang Schuster erhält die Auszeichnung als bester Absolvent der Hochschule Rosenheim für seine Masterarbeit zu einem neuen Berechnungsansatz der statischen Tragfähigkeit von Trockenbauwänden.

Wolfgang Schuster (rechts) erhält als bester Absolvent der Technischen Hochschule Rosenheim den Kulturpreis Bayern 2017. Den Preis überreichte Matthias Keller-May vom Bayerischen Rundfunk (links) (Bild: Manuela Steinemann/Bayernwerk AG).

Der Preis ist mit 2.000 Euro und einer Bronzestatue, dem „Gedankenblitz“, dotiert. Die Bayernwerk AG und das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst haben die traditionsreiche Auszeichnung in diesem Jahr an 38 Künstler und Wissenschaftler aus allen Teilen Bayerns verliehen.

Vor allem für öffentliche Gebäude werden häufig Trockenbauwände geplant, die besonders hoch und deshalb für den Aufbauenden nachweispflichtig sind. Solche Wände für den Nachweis in Originalgröße aufzubauen und zu testen, ist grundsätzlich zeit- und kostenintensiv. Hier setzt die ausgezeichnete Masterarbeit von Wolfgang Schuster an: „Ich habe versucht, einen neuen Berechnungsansatz zur Untersuchung der statischen Tragfähigkeit von Trockenbauwänden zu entwickeln und anzuwenden“, fasst Schuster seine Forschungsarbeit zusammen, die im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes an der Hochschule Rosenheim unter der Leitung von Prof. Dr. Benno Eierle entstanden ist.

Dabei hat Wolfgang Schuster versucht, die sogenannte Gesamtsteifigkeit einer Trockenbauwand sowohl durch experimentelle als auch rechnerische Ansätze in ihre Bestandteile aufzugliedern. „Die Bestandteile werden dann anteilig den Materialsteifigkeiten und der Verbundsteifigkeit im Wandsystem zugewiesen“, erklärt Kulturpreisträger Schuster den neuen Berechnungsansatz.

Neben Wolfgang Schuster und 31 weiteren Absolventen und Doktoranden der bayerischen Hochschulen haben fünf Künstler den diesjährigen Kulturpreis Bayern erhalten: der Kabarettist und Liedermacher Georg Ringsgwandl, der Schauspieler Michael von Au, die Geigerin Veronika Eberle, der Bildhauer Toni Scheubeck und der Jazzpianist Michael Wollny. Zudem wurde der Industriedesigner Konstantin Grcic von Bayerns Kunststaatssekretär Bernd Sibler mit einem Sonderpreis geehrt.

Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit jeweils 5.000 Euro und in der Sparte Wissenschaft mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Daneben erhalten alle Preisträger die eigens für die Auszeichnung geschaffene Bronzestatue „Gedankenblitz“, die der Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer, 1974 selbst mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet, gestaltet hat. Die fünf Kunstpreisträger werden dabei von einer Fachjury ausgewählt, die Wissenschaftspreisträger von ihrer jeweiligen Hochschule. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.

Die traditionsreiche Auszeichnung geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals 1959 verliehen wurde. Seither ist rund um den Kulturpreis ein Netzwerk herausragender Kunst- und Kulturschaffender sowie Forschender und Lehrender entstanden. Gemeinsam mit dem bayerischen Kunstministerium verleiht das Bayernwerk seit 2005 den Preis für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft.

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