Termine der Astrovorträge 2017 stehen fest

Die Sternwarte Rosenheim hat die Vortragstermine für das Jubiläumsjahr 2017 veröffentlicht. Auch der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch gehört in diesem Jahr zu den Vortragenden.

Referent Prof. Dr. Harald Lesch von der Universitätssternwarte der LMU München.

Regelmäßig berichten Fachreferenten aus ihrer täglichen astronomischen Arbeit zu aktuellen Themen. Die populärwissenschaftlichen Vorträge richten sich an ein breites Publikum und finden im Raum B 0.23 der Hochschule Rosenheim statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Die Vorträge im Überblick

Di 02.05.2017, 19:00 Uhr, Raum B 0.23 -  „Das dunkle Herz der Milchstraße“
Prof. Dr. Andreas Burkert, Universitätssternwarte der LMU München
Wir sind Teil eines riesigen Sternsystems, der Milchstraße. Unsere Sonne kreist mit mehr als 100 Milliarden anderen Sternen um ein gemeinsames Zentrum: "Das Zentrum unserer Galaxis". Wir wissen heute, dass sich dort ein gigantisches Schwarzes Loch befindet, ein Raum-Zeit Strudel in eine andere Welt. Hier, im Herzen der Milchstraße, finden unter den extremen Bedingungen in der Nähe des Schwarzen Lochs faszinierende Vorgänge statt, die uns immer noch viele Rätsel aufgeben. Prof. Dr. Andreas Burkert lehrt an der Universitätssternwarte der Ludwig-Maximilians-Universität München am Lehrstuhl für Theoretische und Numerische Astrophysik.

Di 30.05.2017, 19:00 Uhr, Raum B 0.23 - "Tausende neue Welten: Sind wir allein im Universum?"

Prof. Dr. Lisa Kaltenegger, Cornell University (USA), Direktorin des Carl-Sagan-Institutes
Etwa 4000 Planeten anderer Sterne der Milchstraße sind nun schon bekannt. Wie viele lebensfreundliche Planeten sind dabei? Die Wissenschaft ist näher dran als je zuvor, das Rätsel um Leben im All endlich zu lösen. Prof. Dr. Lisa Kaltenegger gewährt einen Einblick in die neueste Forschung und nimmt uns mit auf eine erstaunliche Entdeckungsreise.

Spezialteleskope der NASA haben in den letzten Jahren hunderte Planeten in unserer Galaxie entdeckt, die unserer Erde mehr oder weniger ähnlich sein könnten. Experten rechnen damit, dass die Frage nach außerirdischem Leben in den nächsten Jahren endgültig beantwortet werden
kann.

Mo 23.10.2017, Raum B 0.23 der Hochschule Rosenheim

18:30 Uhr: Festakt „30 Jahre Sternwarte Rosenheim“
19:00 Uhr: Öffentlicher Vortrag „Die Entstehung des Sonnensystems: Von tanzenden Planeten und explodierenden Sternen"

Prof. Dr. Harald Lesch, Universitätssternwarte der LMU München (Institut für Astronomie und Astrophysik), Hochschule für Philosophie München, ZDF
Vor rund 4,6 Milliarden Jahren muss ein Stern von 25 Sonnenmassen in einem Sternhaufen von wenigstens 1000 Sternen in einem Abstand von weniger als einem Lichtjahr von der Stelle entfernt explodiert sein, wo unser Sonnensystem entstand. Kurz danach flog ein Stern in ungefähr einem halben Lichtjahr Entfernung an der sich gerade bildenden Gas-Staub-Scheibe vorbei, entriss ihr Material und der innere Teil der Scheibe zurrte zusammen. Dort entstanden zunächst nur die Gasplaneten, deren Tanz nach innen und wieder zurück die Bildung unseres eigenen Planeten erst möglich machte. "Dies ist eine Wahnsinnsgeschichte, darüber müssen wir reden“, sagt Prof. Dr. Harald Lesch.

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