Aktuelles vom Hochschulsport

Sportangebot

Aktueller Sportplan für das SS 2017 (Stand: 21.03.2017; pdf, 27 kB)

Deutsche Hochschulmeisterschaften 2016

  • Boardercross, Frankreich 12.-19.03.2016, Sebald Marion, 1. Platz
  • Slopestyle, Frankreich, 12.-19.03.2016, Sebald Marion, 2. Platz
  • Skicross, Frankreich, 12.-19.03.2016, Ganghofer Adrian, 3. Platz
  • Leichtathletik, Paderborn, 26.05.2016, Piniek Lukas, 4. Platz
  • Bayerischer Hochschulpokal im Volleyball am 02.11.2016 in Rosenheim
  • Bayerischer Hochschulpokal im Basketball am 16.11.2016 in Rosenheim

Universiade Almaty, Kasachstan, 2017

Bildquelle: Tobias Alraun

Mittwoch, 7:00 Uhr, ging‘s von daheim aus los mit dem Auto Richtung München zum Flughafen. Von dort aus zum Treffpunkt der ganzen Deutschen Mannschaft nach Frankfurt, dann weiter nach Astana und letztendlich dann nach Almaty. Als wir im Flieger saßen konnte ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwartet. Nach 7 Stunden Flug sind wir dann in Almaty angekommen. Jeder nahm seinen Koffer und stieg aus. Als wir dann vom Ausgang des Flughafens zum Bus wollten, empfingen uns klatschend und rufend “Germany, Germany” eine Menge Volunteers. Nachdem wir Dutzende von Fotos gemacht hatten, ging es weiter zum Athletendorf. Dort um 5:30 angekommen, hat uns ein „Almaty Universiade 2017“ Bett erwartet. Leider mussten wir dem schönen Bett wiederstehen, weil wir möglichst schnell den Jetlag überwinden wollten. So sind wir direkt zum Frühstück und dann weiter zur Langlauf-Strecke. Um dorthin zu gelangen standen uns “Reisebusse” zur Verfügung und jeder Bus wurde von 2 Polizei Autos eskortiert. Leider dauerte die Fahrt zur Strecke länger als gedacht .(Wenn‘s schlecht gelaufen ist, 2h 15min, normal 1:30 h und unser Rekord war einmal 1:05h). Durch die langen Fahrtzeiten waren wir an diesem Tag von der Abfahrt zuhause (Mi 7:00) bis Mittagsschlaf (Do 15:00 Uhr) wach (Mit Abzug der Zeitverschiebung 27h). Allerdings war dieser erste Schlaf auch nur 30 Minuten lang, damit wir uns schnellst möglich auf die Zeitverschiebung einstellen konnten.
Am nächsten Tag war dann unsere Flag - Ceremonie, bei der die neu angekommenen Nationen im Athletendorf offiziell willkommen geheißen wurden. Am Verrücktesten waren die vielen Volunteers, die von uns Fotos ohne Ende schießen und uns dauernd interviewen wollten.
Am Sonntag hat die Universiade dann offiziell begonnen und zwar mit einem richtigen Knall: Die Eröffnungsfeier in der Eistanz-Halle. Wir wussten so gar nicht, was da auf uns zukommt.
Zuerst trafen sich alle Nationen in der Mitte vom Athletendorf mit ihren jeweiligen Fahnenträgern. Von dort aus ging es in die Tiefgarage der Eishalle und dann hieß es warten. Über eine Stunde standen wir bereit und dann ging’s los: Jedes Land wurde einzeln aufgerufen und durfte Einmarschieren wie bei einer Olympiade. In der Eishalle befanden sich 12.000 jubelnden Leute. Wir kamen uns vor wie Superstars. Danach durften wir die Eröffnungszeremonie von den Sitzplätzen aus live genießen. Die Kasachen haben sich selbst übertroffen; die Show dauerte über 2 Stunden und war total abwechslungsreich: Über 2000 Tänzer boten ein tolles Programm. Das Anzünden des Universiade Feuer war der krönende Abschluss.
Nachdem ich den Verfolgungswettkampf krankheitsbedingt auslassen musste und somit auch keine Chance auf einen Staffel-Startplatz hatte, konnte ich das erste Mal beim 1,6 km Sprint an den Start gehen. Das ist leider nicht meine Paradisziplin. Die Strecke hatten wir am Tag vorher schon besichtigt und da das Streckenprofil nicht zu anspruchsvoll ist, entbrannte zwischen den deutschen Startern eine heftige Diskussion: Durchschieben oder lieber klassisch laufen - das war die zentrale Frage. Am Vortag des Rennens war dann die überwiegende Meinung: Schieben. Doch die Verhältnisse am Renntag ließen uns wieder zweifeln. Die erfahrenen Sportler schwenkten um und so entschlossen sich 3 der 4 Starter zum Wachsen. Auch ich ließ mich überzeugen, obwohl mein Bauchgefühl dagegen sprach. Leider spürte ich gleich nach dem Start, dass das wohl die falsche Entscheidung war. Im Ziel drückte sich das dann auch anhand der Platzierungen aus: Christian Winker, der Einzige „Durchschieber“ von uns, landete im
Prolog auf Platz 17 und erreichte das Viertelfinale. Christian Friedrich wurde 42, Fabian Alraun 51 und ich 52. Somit war das 1. Rennen für mich schon wieder vorbei. Meine Chancen mich beim Sprint für die Finalläufe zu qualifizieren, waren zwar eh minimal, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Direkt nach dem Sprint durften die Nicht-Staffelläufer ( leider auch ich!) weiter zum Empfang der Amerikanischen Mannschaft im Ritz Carlton. Weil wir ja schon mal in diesem tollen Hotel waren und wussten, wie gut das Essen dort ist, und wir auch nach dem Wettkampf Tag mächtig Kohldampf hatten, habe wir uns riesig darüber gefreut. Doch leider gab es diesmalnur “Finger-Food“ und das war natürlich für uns etwas dürftig. Unser Glück war, dass der Stellvertretenden Generalsekretär der Deutschen Botschaft mitbekommen hatte, dass wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten und uns kurzerhand ein Stockwerk weiter unten zum Steakessen einlud. Mein Steak hat ungefähr 90 Euro gekostet und mit Vorspeise und Nachspeise kam ich auf ca. 150 Euro ( ebenso wie alle anderen Gäste). So teuer werde ich wahrscheinlich nie mehr im Leben essen.
In den nächsten 3 Tagen hatten wir dann mehr Zeit, konnten fleißig trainieren und uns verschiedene Wettkämpfe anschauen. Am Beeindrucktesten war die Eiskunstlaufmeisterschaft der Herren: In der Eishalle tobten 12.000 Menschen als der kasachische Athlet startete und diese Sprünge live zu sehen war einfach Wahnsinn. Am Mittwoch war dann mein bestes Rennen: 30 km klassisch. Am Anfang des Rennens war ich gut dabei, hielt mich unter den Top 20 im Feld. Nach einer Runde habe ich aber leider meiner fehlenden Vorbereitung Tribut zollen müssen und musste abreißen lassen. Danach befand ich mich auf Platz 27 und verlor noch bis Platz 31. Am Ende des Tages war ich jedoch trotzdem zufrieden mit meiner Leistung, da unter den gegebenen Bedingungen keine bessere Leistung möglich war.

Achtung!

In den Semester- oder Schulferien sowie zu Beginn und Ende des Semesters nur eingeschränktes Sportangebot!

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