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Projekt "EAGLE"

Electric Auxiliary Propulsion for a Glider

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Hohe Leistungsdichte, hohe Wirkungsgrade sowie Zuverlässigkeit und Emissionsfreiheit machen Elektro­antriebe auch für Luftfahrtanwendungen immer relevanter. Im Rahmen des Projekts EAGLE entwickeln Studierende seit 2014 in Kooperation mit der Flugwissenschaftlichen Vereinigung Aachen e.V. einen leisen und zuverlässigen elektrischen Hilfsantrieb als sogenannte "Heimkehrhilfe" für ein Leistungssegelflugzeug.

Projektziel

Ein batterie-elektrisches System hat bei gleichem Gewicht zwar eine etwas geringere Reichweite als ein konventioneller Hilfsantrieb mit Verbrennungsmotor, bietet dafür aber signifikante sicherheitsrelevante Vorteile:

  • Einfachere Bedienung, die Antriebsleistung steht praktisch verzögerungsfrei zur Verfügung
  • Weitestgehende Verschleißfreiheit, dadurch höhere Zuverlässigkeit
  • Keine signifikante Leistungsabnahme mit der Flughöhe
  • Deutlich geringere Lärmentwicklung und geringere Vibrationen

Arbeitsschwerpunkte des Rosenheimer Studierendenteams sind die Steuerungs- und Überwachungssoftware für das Cockpit-Bediengerät, elektrische Auslegung von Batterie und Batterie­management­system sowie Optimierung des elektrischen Antriebsstrangs.

Herausforderung und Innovation

Zentraler technischer Aspekt der Entwicklung ist ein "Low-Voltage-Ansatz": Die Batteriespannung beträgt maximal 60 Volt. Damit entfallen viele der sonst aus Sicherheitsgründen erforderlichen Hochspannungsschutzmaßnahmen. Auch das Batteriemanagementsystem wird deutlich weniger komplex. Wie bei der Automobilelektronik werden sämtliche Teilsysteme via CAN-Bus angesteuert. Da Zuverlässigkeit eine wesentliche Rolle spielt, wird die Software gemäß dem MISRA-C:2012 Standard entwickelt und geprüft.

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