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Projekt "iCORE Pro"

Produktionsarchitektur der Zukunft - Entwicklung einer Modellfabrik Industrie 4.0

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Die Dezentralisierung von Produktionsstrukturen zur Reduzierung der zunehmenden Komplexität (Variantenvielfalt, Individualisierung durch Kundenwünsche, Reduzierung der Losgrößen) wird mehr und mehr zur Pflicht vieler produzierender Unternehmen. In diesem Zuge werden Organisationsstrukturen angepasst und die Rolle der Mitarbeiter neu definiert werden müssen.
Es besteht die Notwendigkeit, die Organisation in Richtung dezentraler, sich selbst organisierender Arbeitsbereichsstrukturen zu wandeln und die organisatorischen als auch technischen Möglichkeiten im Soziosystem Unternehmen, das durch Mensch, Organisation und Technologie bestimmt wird, integrativ zu betrachten. Im Zuge der zunehmenden Variantenvielfalt wird der Grenznutzen von Lean Production zur Verschlankung von Produktionsstrukturen erreicht – es müssen neue, zusätzliche Möglichkeiten zur Organisation von Produktions- und Logistikstrukturen durch die Kultivierung von Industrie 4.0 geschaffen werden. Vordergründig liegt der Fokus hierbei auf mittelständischen Unternehmen.

Projektziel

Das Projekt wird geprägt von der Frage: „Was muss getan werden, um ein in sich konsistentes ‚Soziosystem Unternehmen’ als Einheit aus Mensch, Organisation und Technologie zu gestalten, so dass optimale Entscheidungsfindungen sowohl rational als auch intuitiv ablaufen können.“

Ziel dabei ist eine lückenlose Integration technischer Möglichkeiten in die Organisationsstrukturen der Zukunft unter Einbezug der beiden menschlichen Entscheidungssysteme: Intuition und rationales Bewusstsein.

Vorgehensweise und Methoden

Durch den Bedarf an Komplexitätsreduzierung und Dezentralisierung wird ein aktives De-Strukturieren von Organisationen stattfinden. Fraktale Organisationseinheiten werden sich mit einem eigenen Selbstverständnis organisieren und benötigen Informationen aus allen Bereichen des Unternehmens, um unternehmenszielkonforme Entscheidungen treffen zu können. Das Dreigestirn aus Mensch, Organisation und Technologie wird sich zueinander konsistent weiterentwickeln müssen. Angetrieben aus den technologischen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts werden Organisationsformen neu gedacht und die Anforderungen an den Menschen neu zu definieren sein.
Wir entwickeln im Kontext der technologischen Veränderungen use-cases und damit Organisationsansätze sowie den Beitrag des Menschen im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung bzw. -regelung neu. Hierdurch entsteht eine neue Produktionsarchitektur im Zusammenspiel von Mensch, Organisation und Technologie. Konkrete Ansätze werden in einem „Arbeitsbereich der Zukunft“ prototypenhaft aufgebaut und getestet.

Herausforderung und Innovation

Die Herausforderung besteht darin, der zunehmenden Komplexität durch Dezentralisierung von Entscheidungsstrukturen auf Basis konsistenter und echtzeitfähiger Informationen gezielt entgegenzuwirken und hier die Entscheidungsfähigkeit durch rationale Elemente aber auch die Intuition des Menschen gezielt im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung bzw. -regelung zu optimieren.
Reinhard Sprenger: „Vor allem mit Blick auf konkrete Kundenprobleme. Das wird kaum ohne Dezentralisierung und kleine Einheiten möglich sein. Nur so können wir in komplexen Prozessen den schnellsten Computer nutzen, der dem Unternehmen zur Verfügung steht: das menschliche Gehirn.“

Die Integration des Menschen am shopfloor als Entscheider und als „Dirigent der Wertschöpfungskette“ wird in der Organisationsstruktur von Unternehmen einen Paradigmenwechsel einläuten. In diesem Zuge entwickeln wir innerhalb des Soziosystems Unternehmen mit seinen Teilnehmern: Mensch, Organisation und Technologie im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung bzw. -regelung eine konsistente Informations-, Kommunikations- und damit Entscheidungsstruktur.
Daher gilt es, verteilte Datenstrukturen (Information) zu etablieren sowie daraus entstehende Interaktion zu ermöglichen und durch Intelligenz in Form von Assistenzsystemen intuitive Entscheidungen zu unterstützen bzw. konsistent und strukturiert zu ermöglichen.

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