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Seeoner Gespräche 2016: Die Digitalisierung und der Mittelstand

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Oliver Kramer (HS Ro), Dr. Axel von Wiedersperg (Brückner Group GmbH) und Christian Doll

Jedes Jahr im November lädt der SEEONER KREIS e.V. seine Mitglieder sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft zu den Seeoner Gesprächen ein. Die Veranstaltung dient als Austausch- und Netzwerkplattform und soll wichtige Impulse für die Region 18 geben. Thema der diesjährigen Gespräche war die Bedeutung der Digitalisierung für den Mittelstand.

Der diesjährige Keynotespeaker Christian Doll sieht in der Digitialisierung eine Chance für den Mittelstand - wenn auch eine herausfordernde. Die Chance liege vor allem darin, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Denn der Wettbewerb und Geschäftserfolg findet auf der Geschäftsmodell-Ebene statt, nicht mehr auf der Produkt- bzw. Service-Ebene. Darum plädiert Doll für ein Umdenken bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle hin zur Arbeitsweise eines Designers. Das bedeutet: Viele Ideen kreieren, diese in Prototypen umsetzen und in realer Umgebung testen. So könne man feststellen, ob Kunden überhaupt Interesse am Produkt bzw. Geschäftsmodell haben. Letztlich sei diese Vorgehensweise kostengünstiger und wirtschaftlicher für Unternehmen.

Bei der an den Vortrag anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Christian Doll, Prof. Dr. Oliver Kramer, Hochschule Rosenheim, und Dr. Axel von Wiedersperg, Brückner Group GmbH, über die Frage, ob auf die Unternehmen mit der Digitalisierung nun eine Evolution oder Revolution warte. In Bezug auf die Technologien sprachen Prof. Kramer und Dr. von Wiedersperg von einer Evolution. In Puncto Unternehmenskultur jedoch würde die Digitalisierung einer Revolution gleichkommen, denn es handele sich um eine völlig andere Arbeitskultur, die Querdenker in Unternehmen erfordere. An der Hochschule Rosenheim hat man bereits auf das Thema reagiert, in den Masterstudiengängen wurden die Curricula angepasst und ein Forschungsprojekt entwickelt eine Modellfabrik 4.0. So werden die Studierenden bereits an der Hochschule für das Thema sensibilisiert und entsprechend ausgebildet. Und Doll betonte: Die mit dem Thema „Digitalisierung“ betrauten Personen oder Teams in Unternehmen müssen geschützt arbeiten können, dürfen aber auch nicht ignoriert werden. Dies sei die größte Hürde, die sie zu nehmen hätten.

Bereits zum 16. Mal haben die Seeoner Gespräche stattgefunden. Seit seinen Anfängen ist der SEEONER KREIS kontinuierlich gewachsen und hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Mitgliedsunternehmen des Vereins repräsentieren mehrere Milliarden Umsatz und tausende Arbeitsplätze in der Region, wie Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte. So sei der Verein nicht nur eine Stimme von Gewicht, sondern auch ein tatkräftiger Unterstützer, etwa bei der Bewerbung um das Digitale Gründerzentrum für Rosenheim gewesen. Für die Brückner Group GmbH als Mitgliedsunternehmen des SEEONER KREIS hat der Verein eine wichtige Sprachrohrfunktion, um die Forschungs- und Entwicklungsbedarfe der regionalen Wirtschaft zu artikulieren, wie Dr. von Wiedersperg erläuterte. Der Brückenschlag zwischen Hochschule und freier Wirtschaft ist auch für Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster eine entscheidende Funktion des SEEONER KREIS und schafft für die Hochschule Rosenheim als Kaderschmiede der Region 18 eine einzigartige Position.

Weitere Informationen zum SEEONER KREIS unter www.seeonerkreis.de

Zum Download:

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