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Studieren ohne Abitur?

Hochschulzugang für Meister/innen und qualifizierte Berufstätige

Grundsätzlich ist zum Studium eine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich.
Diese wird nicht mehr ausschließlich an Gymnasien, Berufs- und Fachoberschulen o. a. durch das "Abitur" oder "Fachabitur" erworben.
Zum Wintersemester 2009/10 gab es durch die Novellierung des Bayerischen Hochschulgesetzes zwei wesentliche Neuerungen, die weitere Möglichkeiten des Hochschulzugangs eröffnen:

Unterschieden wird dabei zwischen dem allgemeinen Hochschulzugang (Meister/innen und Gleichgestellte) und dem fachgebundenen Hochschulzugang (qualifizierte Berufstätige).

Meister/innen und Gleichgestellte (z. B. Techniker, Fachwirte)

Der allgemeine Hochschulzugang (d. h. ohne fachliche Bindung) wird für Absolventen und Absolventinnen einer beruflichen Fortbildungsprüfung nachgewiesen durch ein im Freistaat Bayern erworbenes

1.  Zeugnis über die bestandene Meisterprüfung (nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung ) oder

2.  Zeugnis über die bestandene, vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus der Meisterprüfung gleichgestellte berufliche Fortbildungsprüfung (nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung) oder

3.  Zeugnis über die bestandene Abschlussprüfung einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachschule oder Fachakademie oder

4.  einem nach Nr. 1 gleichwertigem Abschluss nach einer landesrechtlichen Fortbildungsregelung für Berufe im Gesundheitswesen sowie im Bereich der sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Berufe.

Dazu muss ein Beratungsgespräch an der Hochschule absolviert werden, an der das Studium aufgenommen werden soll. Zweck des Beratungsgesprächs ist, dem Studienbewerber oder der Studienbewerberin einen realistischen Eindruck über Inhalte, Aufbau und Anforderung des Studiums im angestrebten Studiengang zu vermitteln. Außerdem können Sie es nutzen, offene Fragen zur Studienentscheidung zu klären.

Mehr Informationen zum Studium für Meister oder Gleichgestellte im o. g. Sinn (Internetseite des Bayer. Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst)

Qualifizierte Berufstätige (z. B. Gesellen)

Für qualifizierte Berufstätige (z. B. Gesellinnen und Gesellen) wird der fachgebundene Hochschulzugang eröffnet, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1.  erfolgreicher Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung in einem zum angestrebten Studiengang fachlich verwandten Bereich und

2.   anschließende mindestens dreijährige Berufspraxis (zweijährige bei Erhalt eines Aufstiegsstipendiums des Bundes) in einem zum angestrebten Studiengang fachlich verwandten Bereich und

3.   Absolvierung eines Beratungsgesprächs an der Hochschule, an der das Studium aufgenommen werden soll und

4.   Bestehen eines zweisemestrigen Probestudium
s. Am Ende des ersten Semesters muss mindestens ein Drittel der erreichbaren Leistungspunkte nachgewiesen werden. Bis zum Ende des zweiten Semesters muss mindestens die Hälfte der bis zum Ende des ersten und zweiten Semesters erreichbaren Leistungspunkte erbracht worden sein. Sofern dies nicht der Fall ist, gilt das Probestudium als nicht bestanden. Bewerber für den Bachelorstudiengang Innenausbau müssen eine Hochschulzugangsprüfung bestehen; für sie ist ein Probestudium nicht erforderlich.

Ein fachlich verwandter Bereich im Sinne der Nummer 2 ist dann gegeben, wenn die Berufsausbildung und die Berufspraxis jeweils hinreichende inhaltliche Zusammenhänge mit dem angestrebten Studiengang aufweisen, insbesondere Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die für dieses Studium förderlich sind. Dazu müssten Sie vergleichen, ob die an der Hochschule Rosenheim angebotenen Bachelorstudiengänge in Frage kommen.

Bewerbung

Über unser Online-Portal können Sie sich für einen Bachelor-Studienplatz bewerben im Zeitraum 1. Mai bis 15. Juli (bzw. bis 15. Juni für Innenarchitektur und Innenausbau); es gelten die in unseren Merkblättern beschriebenen Zugangskriterien und Fristen.

Grundsätzlich muss bei der Bewerbung das Fachschul-, Meister- oder Technikerzeugnis als beglaubigte Kopie bis spätestens 27. Juli (Nachreichefrist) vorgelegt werden.

Besonderheit: Für die zulassungsbeschränkten Studiengänge (Betriebswirtschaft, Management in der Gesundheitswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau) benötigen wir zur Berücksichtigung im örtlichen Auswahlverfahren die Prüfungsgesamtnote der Meister-, Techniker- bzw. Fachschulausbildung. Gleiches gilt für den Bachelorstudiengang Innenausbau; zumal hier eine Hochschulzugangsberechtigung mit gutem Ergebnis im Bewerbungsverfahren besondere Berücksichtigung finden kann.

Das verpflichtende Beratungsgespräch durch die Hochschule muss von allen Bewerbern ohne Abitur spätestens zur Bewerbungsfrist des jeweiligen Bachelorstudiengangs nachgewiesen werden. In diesem Gespräch wird u. a. darauf verwiesen, dass erfahrungsgemäß eine zusätzliche inhaltliche Vorbereitung unerlässliche Voraussetzung ist für ein erfolgreiches Studium.
Bitte melden Sie sich bei der zuständigen Zentralen Studienberatung so frühzeitig wie möglich für das Beratungsgespräch an. Entsprechende Bescheinigungen anderer bayerischer Hochschulen werden anerkannt.

Besondere Zugangsvoraussetzungen

In zulassungsbeschränkten Studiengängen wird im Rahmen des örtlichen Auswahlverfahrens für Bewerberinnen und Bewerber ohne Abitur eine Vorabquote von 2 % der zur Verfügung stehenden Studienplätze gebildet.

Anerkennung von außerdeutschen Berufsabschlüssen

Bildungsnachweise, die im Ausland erworben wurden, gelten als Nachweis des
fachgebundenen Zugangs zur Fachhochschule im Freistaat Bayern im Rahmen der oben erwähnten Zuordnungsliste nur, wenn die im Freistaat Bayern örtlich zuständige Stelle nach § 71 des Berufsbildungsgesetzes beteiligt worden ist. Bitte kontaktieren Sie die für ihren Bildungsabschluss zuständige Kammer (z. B. Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Bayern) und legen eine Gleichwertigkeitsbescheinigung über einen der Meisterprüfung in Bayern gleichgestellten Bildungsabschluss bis 27. Juli Ihrer Bewerbung bei.

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