Praktikum bei "Woodmeister Master Builders" in Holden/Massachusetts
Der Betrieb fing ursprünglich mit klassischem Schreinerinnenausbau an und baut mittlerweile komplette Wohnhäuser und Anwesen. Heute beschäftigt er 150 Mitarbeiter und besitzt damit meiner Meinung nach die optimale Größe für ein Praktikum. Innerbetriebliche Abläufe sind schon sehr komplex, der Betrieb ist aber noch so überschaubar, dass man überall reinschauen kann, weil man die entsprechenden Leute nach und nach kennenlernt.
Woodmeister übernimmt Projekte als Generalunternehmer und macht alles aus einer Hand, dadurch ist auch der gesamte Innenausbau abgedeckt und die Projekte sind gewerkeübergreifend. Die Firma hat ein eigenes Design-Department, arbeitet aber auch mit externen Architekten.
Ich arbeite hier fast ausschließlich an Projekten, was meine Arbeit sehr abwechslungsreich macht. Ich lerne viel darüber, wie man so etwas in diesem Umfeld angeht und durchführt. Die Zusammenarbeit mit meinem Praktikumsbetreuer, einem Rosenheimer Holztechnik-Absolvent, finde ich ausgesprochen angenehm! Er erklärt mir viel und gibt mir interessante Projekte. Dabei schaut er auch, was mir eher liegt und Spaß macht, wodurch mir immer klarer wird, was ich später gerne machen würde.
Momentan arbeiten wir gemeinsam an einem Projekt, bei dem es darum geht, den Prozess vom ersten Kundenkontakt bis zum Beginn der eigentlichen Arbeiten zu standartisieren und zu optimieren. Dabei bringen wir immer wieder ganz unterschiedliche Leute an einen Tisch und ich habe die Möglichkeit, die Abläufe aus vielen unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Im Sommer wird dieses Projekt dann auf die Baustelle verlagert. Dabei geht es hauptsächlich um die Prozessoptimierung am Bau, das Projektmanagement und die Bauleitung.
Nebenher mache ich aber auch noch ein eher konstruktives Projekt.
Ich habe hier bisher nicht das Gefuehl, fachliche Abstriche machen zu müssen, weil ich ins Ausland gegangen bin, für mich könnte die Arbeit nicht besser laufen. Die Bezahlung ist sehr fair, Woodmeister stellt mir eine große Wohnung und am Wochenende ein Auto zur Verfügung.
Die Gegend ist wirklich toll, Boston und Providence sind direkt vor der Haustür, bis zum Meer und richtig schönen Stränden fahre ich mit dem Auto nur eine Stunde und im Winter kann man ganz in der Nähe Snowboarden oder Ski fahren. Nach New York ist es zwar etwas weiter, Tagestrips lohnen sich aber gerade noch.
Barbara Esser
20. 06. 2007



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