Öffentliche Fachvorträge zu astronomischen Themen
Regelmäßig berichten Fachreferenten aus ihrer täglichen astronomischen Arbeit zu aktuellen Themen. Die Vorträge sind populärwissenschaftlich, jedermann ist herzlich dazu eingeladen.
Montag, 25.10.2010, 19 Uhr Raum B023, Vortrag Dipl-Phys. Dieter Heinlein, DLR-Feuerkugelnetz: "Meteoriten - Steine, die vom Himmel fallen"
Was sind Meteorite, woher kommen Sie, wie kann man Sie entdecken und von "normalen" Steinen unterscheiden, gab es den Meteoritenfall im Chiemgau?
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Am 6. April 2002 ereignete sich in den bayerisch-österreichischen Alpen unweit vom Schloss Neuschwanstein ein Meteoritenfall.Dieses überaus seltene Ereignis war für viele Bürger Anlass, sich mit dem Thema „Meteore und Meteorite“ einmal näher zu befassen.
- Der Vortrag gibt in allgemeinverständlicher Weise Antwort auf die Fragen: „Wie entstehen überhaupt Meteore und Feuerkugeln? Wann sind besonders viele Sternschnuppen zu beob-achten? Sind auch Menschen gefährdet, von einem Meteoriten getroffen zu werden, oder droht gar der Erde Gefahr aus dem Weltall durch den Treffer eines riesigen Asteroiden?“ D. Heinlein räumt in seinem unterhaltsamen Vortrag auch mit etlichen Irrtümern, Fehlein-schätzungen und Missverständnissen auf, die es bzgl. Sternschnuppen und Meteoriten gibt.
- Meteorite sind – außer Mondgestein – die einzige Materie aus dem Kosmos, die Wissen-schaftler bisher im Labor untersuchen konnten! Diese Proben der kosmischen Vagabunden haben sich als Schlüssel zum besseren Verständnis unseres Sonnensystems herausgestellt. Welche Schlussfolgerungen die moderne Meteoritenforschung für die Bildung unseres Planetensystems ziehen konnte, wird in dem Vortrag anschaulich dargestellt
- Dieter Heinlein ist technischer Leiter des Feuerkugelnetzes des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Planetenforschung). Seit gut 30 Jahren sammelt er Meteorite und ist auf diesem Gebiet auch als anerkannter Gutachter tätig.
- Der Vortrag ist gesponsert von
www.regionalwissen.de
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Donnerstag 25.11.2010 19 Uhr, Raum B023, Dr. A.Schlicht: "Ein neues Weltbild aus der Schwerkraft – Wie der Satellit GOCE die Erde sieht"
Dr. Anja Schlicht von der TU München vom Institut für Physikalische und Astronomische Geodäsie ist in das Satellitenprojekt der ESA mit Namen GOCE integriert.
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Seit jeher schauen Astronomen in die Tiefen des Weltalls um immer größere und entferntere Objekte im Universum zu entdecken und zu beschreiben. Doch schon bald nach dem Start von Sputnik 1957 kam die Idee, doch den Blickwinkel einmal zu ändern und aus dem Weltraum zurück auf die Erde zu blicken. Aus der Sicht des Geodäten, der die Erde vermessen und kartieren möchte, ist das Schwerfeld der Erde von globaler Bedeutung, denn über die Schwerkraft ist die Höhe über einem Nullpunkt, z.B. Normalnull, definiert. Betrachtet man die Höhe Null global, so ergibt sich das Geoid (es zeigt die Erde gar nicht Kugel....) Welches neues Bild der Schwerkraft und der Erde können wir mit GOCE gewinnen?
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Der Satellit „sieht“ die Erde durch ihre Anziehungskraft, die seine Bahn beeinflusst. Satellitenbahnbestimmung ist somit die eine Möglichkeit das Schwerefeld der Erde zu vermessen, doch GOCE kann es mit Hilfe seines neuartigen Gravitationsgradiometers räumlich gesehen noch viel detailreicher auflösen. Das hoch sensible Instrument misst den Unterschied in der Schwerebeschleunigung jeweils zweier Punkte mit einem halben Meter Abstand in allen drei Raumrichtungen und das im Weltall, also in der „Schwerelosigkeit“.
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Die Anwendungsgebiete der Messdaten von GOCE sind breit gestreut und gehen von der Untersuchung der Ursachen für räumliche Schwerefeldvariationen, wie z.B. große Lagerstätten von Erdgas oder Dichtevariationen, die durch Phänomene im Erdmantel verursacht werden, bis zu Beiträgen zur Verbesserung von Klimamodellen, in dem der Einfluss von Ozeanströmungen auf die globale Verteilung von Sonnenenergie quantitativ erfasst werden kann.
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