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Rosenheimer Personalertag

Für interessierte Führungskräfte und Verantwortliche aus dem Personalbereich

HR 2030 – Wohin geht die Reise?

Experten diskutierten auf dem 6. Rosenheimer Personalertag 2016 die Zukunft des Personalwesens.

Wie wird sich das Personalwesen in den kommenden 15 Jahren verändern? Beim 6. Rosenheimer Personalertag drehte sich alles um die Frage, wie die Unternehmen im „War for Talents“ Erfolg haben können und welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gilt. Gastredner der diesjährigen Veranstaltung war Dr. Jens Hohensee, Leiter der internen Karriereberatung der Boston Consulting Group in Deutschland und Österreich. Rund 50 Personalverantwortliche aus namhaften Unternehmen der Region nahmen an der Tagung teil, die die Academy for Professionals (afp) der Hochschule Rosenheim alljährlich ausrichtet.

Dr. Jens Hohensee skizzierte zum Einstieg ein Zukunftsszenario der Arbeitswelt 2030 am Beispiel eines fiktiven Rosenheimer Personalleiters, der über einen klassischen Arbeitstag im Jahr 2030 berichtet. Und so manches, was für unsere Ohren heute noch ungewohnt klingt, wird vielleicht bald Realität. Denn eines sei klar: „Der Wind im Personalwesen dreht sich!“, so Hohensee. Es gibt eine zunehmende Machtverschiebung, zunehmend müssen sich vor allem auch die Unternehmen attraktiv für Kandidaten machen. Die Bewerber werden fordernder, die Bindung an die Unternehmen und die durchschnittliche Verweildauer sinken. Aufgrund des demographischen Wandels werde bis 2030, sofern sich an der derzeitigen Personalpolitik nichts ändert, eine Lücke von 5,8 - 7,7 Millionen Erwerbstätigen entstehen. Um diese Lücke zu schließen, kann laut Hohensee an vier Hebeln gezogen werden: Die verstärkte Anwerbung weiblicher Fach- und Führungskräfte, die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, die Flexbilisierung der Arbeitsverhältnisse und die Beschäftigung bis ins hohe Alter.

Daraus ergeben sich für Unternehmen zwei Modelle. Das der Caring Company, als ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter durch die Einrichtung von unternehmenseigenen Serviceleistungen wie Kindertagesstätten, Supermärkten und Fitness Centern bindet. Oder das Modell einer Fluid Company, die überwiegend Projektarbeiter und Wissensarbeiter beschäftigt und auf flexible Arbeitszeitmodelle setzt. Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Tagungsteilnehmer in unterschiedlichen Workshops die Themen Projektifizierung der Arbeit, altersgerechte Arbeitswelten, Flüchtlinge und Arbeitsmarkt. Eine Abschlussrunde trug die Vielfalt der Erfahrungen, Ideen und Lösungsansätze aus den einzelnen Gruppen zusammen und gab wertvolle Denkanstöße für die Umsetzung in den Unternehmen.

Hoch zufrieden über die rege Diskussion und den Ideenaustausch zeigte sich Prof. Dr. Gunter Meurer, fachlicher Leiter des 6. Personalertags: „Wir freuen uns, dass auch der diesjährige Personalertag wieder so gut besucht war und wir der Region mit dieser Veranstaltung eine Austauschplattform für Experten bieten können.“ Der nächste Personalertag findet am 22.09.2017 statt.

Bildergalerie Personalertag 2016 - zum Vergrößern bitte das Bild anklicken

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