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Häufige Fragen zum Studiengang Wirtschaftsmathematik-Aktuarwissenschaften

Studienvoraussetzungen

  • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um Wirtschaftsmathematik zu studieren?

    Die Inhalte eines Mathematikstudiums haben andere Schwerpunkte als der Mathematik-Stoff in der Schule. Es geht darum, mit mathematischen Methoden Problemlösungen zu finden, oft kreativ und selten durch Anwendung vorgegebener Schemata.

    Daher ist der Mathematik-Schulstoff nicht ausschlaggebend, sondern: Spaß am logischen Denken, Knobeln, Durchhaltevermögen und aus Fehlern lernen können, also Aufgaben versuchen zu lösen, auch wenn die Lösungen nicht ganz perfekt sind.

  • Ich bin an der Fachoberschule im Wirtschaftszweig. Ist das im Vergleich zum FOS-Schwerpunkt Technik ein Nachteil, weil ich weniger Mathematikkenntnisse mitbringe?

    Natürlich unterscheiden sich die Lehrpläne; die Techniker haben mehr Mathematik, aber das macht sich eher in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern bemerkbar. Dort wird z.B. in Physik und Mechanik von Anfang an viel Mathematik angewendet, die erst später im Studium in den Mathematikvorlesungen behandelt wird. Im Studiengang Wirtschaftsmathematik ist das nicht der Fall, weil das Studium stufenweise aufgebaut ist, also Kenntnisse erst vorausgesetzt werden, nachdem Sie gelehrt wurden.

  • Gibt es Zulassungsbeschränkungen, z.B. durch Noten?

    Aktuell keine bis auf die üblichen Zugangsvoraussetzungen für ein Bachelorstudium. Insbesondere gibt es keine örtliche Zulassungsbeschränkung („NC“).

Studieninhalte

  • Suggeriert die Bezeichnung „Wirtschaft“ in Wirtschaftsmathematik, dass geringere Anforderungen als in einem „normalen“ Mathematikstudium gestellt werden?

    Die Tatsache, dass Wirtschaft im Namen steckt, ist auf keinen Fall eine Abwertung, sondern wird in der Wirtschaft vielmehr als praxisrelevant eingestuft. Etliche Unternehmen suchen explizit nach Wirtschaftsmathematikern, da diese über die Mathematik hinaus über wichtige Kenntnisse verfügen, die für ein erfolgreiches Arbeiten in einem Wirtschaftsunternehmen wichtig sind. 

  • Gibt es neben der Spezialisierung in den Aktuarwissenschaften auch eine Spezialisierung in Statistik?

    Die Statistik wird nicht nur nebenher betrieben, sondern sie ist ein weiterer Schwerpunkt neben Aktuarwissenschaften und Informatik. Der Studiengang beinhaltet eine sehr solide Statistik-Ausbildung, sowohl in Theorie als auch Praxis (Praxisanwendung = das Gelernte wird konkret am Rechner umgesetzt). Sie ist so gestaltet, dass man auch außerhalb der Finanz- und Versicherungswirtschaft (z. B. bei Marktforschungsinstituten) problemlos eine Stelle im Bereich Statistik finden sollte. Gut ein Viertel der vorgesehenen Stunden entfallen auf Inhalte aus dem Bereich Statistik.

  • Ist Statistik nur eine Art Nebenfach?

    Die Statistik wird nicht nur nebenher betrieben, sondern sie ist ein Schwerpunkt des Studiengangs zusammen mit Aktuarwissenschaften und Informatik. Die Statistik und Informatik bilden grundlegende Werkzeuge bei der (praktischen) Bearbeitung aktuarieller Problemstellungen.

  • Wie unterscheidet sich der Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik an der HS Rosenheim von einem „normalen“ Mathematik-Studium mit der Spezialisierung Aktuarwissenschaften an einer Uni bzgl. Anspruch oder Umfang?

    Das Studium an der Hochschule Rosenheim ist ein „echtes“ grundständiges Mathematik- Studium, das konsequent auf diejenigen Gebiete fokussiert ist, die in der (Finanz-)Wirtschaft praktische Anwendung finden. 

    Das Mathematikstudium an einer Universität ist theoretischer aufgebaut und bildet für die Forschung aus. Unser Ziel ist es, angewandte Mathematik zu lehren. Alle Professoren haben vor ihrer Lehrtätigkeit auch in der freien Wirtschaft gearbeitet, so dass sie wissen, was verlangt wird und über sehr gute Kontakte zu Unternehmen verfügen. Das alles ist an einer Universität nicht der Fall, die Lehrenden dort haben meist keine langjährige Praxiserfahrung.

    Das Niveau ist wegen der unterschiedlichen Ausrichtung nicht miteinander vergleichbar. Je nachdem, was einem mehr liegt, ist das theoretische oder das eher praktisch orientierte Studium einfacher.

    Eine Spezialisierung Aktuarwissenschaften in vergleichbarer Breite und Tiefe bietet außer Rosenheim unseres Wissens nach derzeit keine Hochschule für angewandte Wissenschaften und auch keine Universität in Deutschland an.

  • Ich möchte eigentlich BWL studieren, wäre das Studium der Wirtschaftsmathematik eine mögliche Alternative? Was sind die Unterschiede?

    In der Grundausrichtung handelt es sich bei Wirtschaftsmathematik um ein „echtes“ Mathematikstudium, allerdings mit einer speziellen Ausrichtung, die auf die beruflichen Anforderungen eines Mathematikers in der Wirtschaft zugeschnitten ist. 

    Möchte jemand eigentlich BWL studieren und findet keinen Studienplatz, so wird der Studiengang Wirtschaftsmathematik in der Regel keine wirkliche Alternative sein. Der Fokus des Interesses sollte die (angewandte) Mathematik sein.

Berufschancen und Masterstudium

  • Wie erhält man den Titel Aktuar (DAV)?

    Der Titel Aktuar (DAV) kann nur von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) verliehen werden. Dazu verlangt der Berufsverband Prüfungen. Ab 2018 sind das sechs Prüfungen im Grundwissen und vier im Spezialwissen, wobei Spezialwissen nur bei der DAV selbst abgelegt werden kann. Zusätzlich ist eine dreijährige praktische Berufserfahrung nachzuweisen, d. h. der Titel Aktuar (DAV) kann nicht alleine in einem Studiengang an einer Hochschule erlangt werden. Von den Grundwissen-Prüfungen können bis zu fünf durch im Studium erbrachte Leistungen ersetzt werden. Die sechste können Absolventen z. B. im Rahmen eines Masterstudiums ablegen oder auch direkt bei der DAV.

  • Für welche Masterstudiengänge ist man nach dem Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik mit der Ausrichtung Aktuarwissenschaften zugelassen?

    Die Zulassung für den Master regeln die jeweiligen Hochschulen, die einen Masterstudiengang anbieten, selbst. Die Frage kann man also nicht pauschal beantworten. WMA Absolventen machen oder haben den Master abgeschlossen beispielsweise an der LMU (Statistik), TUM (Mathematics in Science and Engineering, Mathematical Finance, Data Science), HS München (Stochastic Engineering), OTH Regensburg (Mathematik), Uni Salzburg (Data Science), Uni Ulm (Wirtschaftsmathematik), Uni Würzburg (Wirtschaftsmathematik) und HS Rosenheim(Informatik).

  • Ist ein Masterstudiengang in Rosenheim geplant?

    Es soll die grundsätzliche Möglichkeit eines auf dem Bachelor aufbauenden Masters eingerichtet werden. Derzeit ist es für Bachelor in Wirtschaftsmathematik-Aktuarwissenschaften möglich einen Informatik Master in Rosenheim zu machen.

  • Wie gut sind die Berufsaussichten von FH-Absolventen im Vergleich zu Uni-Absolventen?

    Arbeitgeber stellen je nach Anforderung FH- bzw. Uni-Absolventen ein, der Anteil beträgt je ca. 50 Prozent. Mathematiker sind allerdings zur Zeit sehr knapp, so dass weder für FH- noch Uni-Absolventen Probleme bestehen sollten, unter zu kommen.

  • Werden Absolventen mit einem Abschluss im Fach Wirtschaftsmathematik im Vergleich zu einem Abschluss im Fach Mathematik Nachteile haben, z .B. bei potenziellen Arbeitgebern?

    Die Unternehmen wissen in der Regel sehr gut, was in einem Studiengang Wirtschaftsmathematik „drin steckt“. Die Tatsache, dass der Begriff Wirtschaft im Namen des Studiengangs enthalten ist, ist auf keinen Fall eine Abwertung, sondern wird in der Wirtschaft viel mehr als praxisrelevant und als Pluspunkt eingestuft. Bedenken entstehen - wenn überhaupt - eher bei "reinen“ Mathematiker, die „nur“ theoretisch ausgebildet sind. Man beachte auch den wirtschaftswissenschaftlichen Anteil im Rosenheimer Studium: Das ist deutlich weniger als die Hälfte, aber dennoch so viel, dass es für die berufliche Praxis wesentlich ist.

    In der Grundausrichtung handelt es sich insgesamt um ein Mathematikstudium, allerdings mit einer speziellen Ausrichtung, die auf die beruflichen Anforderungen eines Mathematikers in der Wirtschaft zugeschnitten ist.

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