Jugendkriminalität: Ein Problem mit vielen Facetten – 3. Mühldorfer Generationengespräch am Campus Mühldorf a. Inn

Mit 30 TeilnehmerInnen aus Politik, Fachpraxis und der Polizei fand das 3. Mühldorfer Generationengespräch am Campus Mühldorf a. Inn großen Anklang. Dr. Diana Willems von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am Deutschen Jugendinstitut referierte zur Kriminalitätsbelastung von Jugendlichen sowie den Möglichkeiten, diese zu vermeiden.

Dr. Diana Willems, Deutsches Jugendinstitut, und Prof. Dr. Sabina Schutter, Leitung Campus Mühldorf a. Inn, beim 3. Mühldorfer Generationengespräch

Dabei wurde deutlich, dass den Großteil der Kriminalität bei Jugendlichen Bagatelldelikte, wie kleinere Diebstähle oder Sachbeschädigungen, ausmachen. Diese kleineren Delikte begehen fast alle Kinder und Jugendlichen und das Vorkommen nimmt mit dem Alter deutlich ab oder verschwindet. Kriminalität wächst sich gewissermaßen aus. Auch Delikte wie Gewalt und Körperverletzung sind in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen mit einem leichten Anstieg in den letzten zwei Jahren. Anlass zur Sorge geben jedoch junge Menschen, die mehrfach schwerere Straftaten begehen. Diese benötigen besondere Hilfen der beteiligten Akteure wie der Jugendgerichtsbarkeit, der Sozialen Arbeit und auch des sozialen Umfelds. Nur wenn hier intensive Begleitung stattfindet, kann eine Täterkarriere verhindert werden.
Das Mühldorfer Generationengespräch ist eine Veranstaltungsreihe des Campus Mühldorf a. Inn. Ziel ist es, generationenübergreifende Themen aus wissenschaftlicher Perspektive in der Bevölkerung bekannt zu machen.

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