Pflege-Roboter der Zukunft

Start eines vom Bundesministerium geförderten Verbundprojekts mit Beteiligung der Pflegewissenschaft der Hochschule Rosenheim.

Teilnehmer/innen der Kickoff-Veranstaltung (v.l.): Ricarda Servaty (HS Rosenheim-HS RO), Dirk Balfanz (TU Darmstadt-TU DA), Martin Müller (HS RO), Dorothea Koert (TU DA), Thore Goll (Franka Emika-FE), Jonathan Vorndamme (TU München), Julia Krause (HSRO), Daniel Wahrmann Lockhart (FE), Susanne Trick (TU DA), Christoph Jaehne (FE), Zheg Qu (FE), Eva Jahn (HS RO), nicht auf dem Bild: Jan Peters (TU DA)

Mitte Juli nahm das KoBo34-Konsortium mit einer zweitägigen Kick-off-Veranstaltung am Campus Mühldorf der Hochschule Rosenheim seine Arbeit auf. Das Projekt KoBo34 wird von der Hochschule Rosenheim gemeinsam mit der Münchner Robotik-Firma FRANKA EMIKA (Dr. Simon Haddadin), Spezialisten im Bereich Maschinelles Lernen des Center for Cognitive Sciences der TU Darmstadt (Prof. Jan Peters und Prof. Constatin Rothkopf) und Robotikspezialisten der TU München (Prof. Sami Haddadin) durchgeführt. Die Hochschule Rosenheim verantwortet in dem Projekt zur Assistenzrobotik für ältere Menschen unter der Leitung des Pflegewissenschaftlers Prof. Martin Müller die Evaluation und Nutzereinbindung.

Das geplante Einsatzgebiet dieses Vorhabens ist die Geriatronik, also der Einsatz von Technologie für Menschen im höheren Lebensalter. Im Vordergrund bei diesem Projekt steht die robotische Unterstützung bei einem selbständigen und selbstbestimmten Leben. Ziel des Projekts ist es, Fähigkeiten und Fertigkeiten für einen humanoiden kooperativen Assistenzroboter zu entwickeln, der ältere Menschen im Alltag unterstützt und dadurch Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich vermeidet.

In der dreijährigen Projektarbeit soll der humanoide zweiarmige Roboter KoBo mit der Fähigkeit zur intuitiven Interaktion mit dem Menschen ausgestattet werden. Die Grundlage bildet dabei eine Zweiarmregelung, die unbeabsichtigte Kontakte sofort erkennt und sicher darauf reagiert.

Der Fokus der Forschungsarbeit liegt auf der physischen Interaktion zwischen Mensch und Roboter und dem Erlernen von Fertigkeiten durch diesen Kommunikationskanal, beispielsweise durch das Führen oder Vormachen. Ein intelligentes und für den Nutzer nachvollziehbares Handeln des Roboters soll die Akzeptanz bei den Anwendern stärken und dazu führen, dass humanoide Roboter als nützliche Werkzeuge Einzug in den Alltag älterer Menschen halten können.

Old Browser Link