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Projekt "TraHaDo"

Tragverhalten von Haften in Doppelstehfalzdächern

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Metallbedachungen in Doppelstehfalzausbildung werden in Neigung von ≥ 3° verbaut (bis 7° mit Sondermaßnahmen). Dabei werden die Scharen mit Metallverbindungsmitteln an der Unterkonstruktion befestigt, welche als "Hafte" bezeichnet werden. Die Hafte haben die Aufgabe, die in die Dachhaut eingeleiteten Lasten auf die Unterkonstruktion weiterzuleiten. Meistens wird die Hafte aus nichtrostendem Stahl hergestellt, damit sie mit den verschiedenen Deckungsmaterialien kombinierbar ist und auf unterschiedlichen Untergründen befestigt werden kann.

Projektziel

Die Untersuchungen in diesem Projekt sollen Bemessungswerte und Verfahren für Hafte mit Belastungen aus Windlast (Druck/Sog) und Lasten parallel zur Dachhaut (Eigenlast, Schneelast, Absturzsicherung, Dachaufbauten) liefern. Für die Bestimmung der Beanspruchbarkeiten und der charakteristischen Bemessungswerte wird im Vorhaben eine grundsätzliche Untersuchungsmethodik erarbeitet. Die ermittelten Kennwerte werden in eine Bemessungssystematik überführt. Es ist zu erwarten, dass sich daraus konstruktive Vorgaben für Hafte und deren Einbindung sowie Unterkonstruktion ergeben werden.

Herausforderung

Hafte sind Bauteilkomponenten, die der Erfüllung erheblicher Anforderungen an die Sicherheit der baulichen Anlage dienen. Für die Verwendung im Sinne der Landesbauordnungen ist eine allgemein bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) oder eine Zustimmung im Einzelfall erforderlich, sofern Hafte nicht nach technischen Regelwerken nachgewiesen werden können. Letztere sind in vielen Fällen nicht anwendbar, so dass für ausführende Unternehmen kein Handeln nach den Regeln der Technik gegeben ist. Durch dieses Projekt wird ein erster Schritt in Richtung einer geschlossenen Nachweiskette gegangen.

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