Menü
.

Projekt "Berufsschulzentrum Mühldorf"

Berufsschulzentrum Mühldorf

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Die Berufsschule in Mühldorf am Inn liegt zentral in der Stadt, direkt an der Hauptverkehrsstraße B12. Rund 1.400 Schülerinnen und Schüler aus einem weiträumigen Einzugsgebiet werden hier unterrichtet. Aufgrund diverser Mängel am Gebäudebestand wurde beschlossen, die Schule in zwei Bauabschnitten neu zu errichen. Der Landkreis möchte diese Gelegenheit nutzen, das Gebäude in hoher Qualität als Plusenergiehaus zu entwickeln und das Vorhaben somit zum Leuchtturmprojekt für die gesamte Region werden zu lassen. Aufgrund der zentralen Lage und der großen Schülerzahl wird eine hohe Strahlkraft sowie ein Multiplikationseffekt durch das ambitionierte Vorhaben erwartet.

Projektziel

Ziel ist es, das neue Berufsschulzentrum als Plusenergiegebäude zu realiseren. Mittels einer hohen energetischen Qualität der Hüllfäche, dem Einbau von Lüftungsanlagen und dem Einsatz einer Wärmepumpe in Kombination mit einem Eisspeicher soll der Energieverbrauch des Gebäudes so weit reduziert werden, dass eine Photovoltaikanlage in der Jahressumme den gesamten Stromverbrauch des Gebäudes erzeugen kann.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stand- und Raumforschung unterstützt den Landkreis Mühldorf am Inn für dieses ambitionierte Vorhaben. Die Hochschule Rosenheim ist dabei als federführende Forschungseinrichtung für die Begleitforschung und das energetische Monitoring beauftragt.

Innovationskonzept

Gemeinsam erarbeiteten die Partner ein Innovationskonzept für den Berufsschulneubau, welches folgende Punkte umfasst:

  • Verwendung von ausgereiften Bauprodukten und Bautechniken in neuer, aufeinander abgestimmter Kombination
  • Einfache Lösungen statt komplizierter Technik versprechen eine geringere Anfälligkeit bzw. einen reduzierten Wartungsaufwand
  • dezentrale Lösungen verhindern Komplettausfälle und verringern den Reparaturaufwand
  • Lichtlenkende Verglasungen und optimierter Sonnenschutz verringern die Notwendigkeit elektrischer Beleuchtung und den Wärmeeintrag
  • kein Straßenlärm
  • intelligentes Lüftungskonzept
  • Deutliche Verringerung von Allergien und der Ansteckungsgefahr von Krankheiten durch optimale Raumhygiene, verbesserte Konzentrationsfähigkeit, geringere Fehlzeiten
  • Integration einer Wärme- bzw. Kälteverschiebung während der Übergangszeit im Energiekonzept
  • Natürliche Nachtkühlung im Atrium über Luftraum ohne technischen Aufwand (Kamineffekt)
  • Integration eines Eisspeichers mit entsprechenden Solar-Luft-Kollektoren in die Anlagentechnik

 

Old Browser Link