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Projekt "Monitoring Nullenergiestadt"

Eine Militärbrache auf dem Weg zur Nullenergiestadt - Monitoring

Hintergrund und Inhalt des Projekts

In einem beispielhaften Pilotprojekt wird das ehemalige Kasernengelände bei Bad Aibling zur "Nullenergiestadt" saniert und modernisiert. Dabei beschäftigt sich das Projekt mit Fragen des energieeffizienten Bauens in Bestand und Neubau, sowie mit der ganzheitlichen Betrachtung von Gebäuden im Verbund zu Siedlungen, Kommunen und Städten.
Doch wer Neues umsetzt, sollte auch prüfen! Für diese Aufgabe wurde die Hochschule Rosenheim ins Boot geholt. Sie übernimmt im Projekt das "energetische Monitoring" und dessen Auswertung. Neben dem Monitoring der Einzelgebäude ist dabei ein wesentlicher Bestandteil die Betrachtung eines niedrigtemperierten Nahwärmenetzes, das im Sommer ausschließlich über große Solarthermieflächen gespeist wird.
In diesem Low-Ex-Ansatz sind auch Innovationen wie die "Fassadenheizung", die Untersuchung dezentraler vs. zentraler Lüftungsanlagen in der Gebäudesanierung und die Planung höchst energieeffizienter Gebäude ein Thema.

Projektziele

Die Durchführung des energetischen Monitorings soll eine Auswertung und Unterstützung des Projektes in folgenden Themen ermöglichen:

  • Sichtbar machen des Anlagenverhaltens der alten und neuen technischen Komponenten
  • Mitwirkung bei der Betriebsoptimierung der Anlagen und des Nahwärmenetzes
  • Bilanzierung des Energiehaushaltes von Gebäuden und dem gesamten Areal
  • Überprüfung des Ziels "Nullenergiestadt"

Herausforderung

Die größte Herausforderung in diesem Projekt besteht in der messtechnischen Erfassung des gesamten Siedlungsgebiets. Etwa 70 ha Fläche und 70.000 m² Bruttonutzfläche werden in diesem energetischen Monitoring zusammengeführt und erzeugen bis zu 500.000 Messwerte täglich. Bei einer Projektlaufzeit von 3,5 Jahren bedeutet dies eine fast unüberschaubare Anzahl an Daten die auszuwerten sind.

Zur Auswertung der umfangreichen Datensätze wird das am Karlsruher Institut für Technologie (Fachgebiet Bauphysik & Technischer Ausbau) entwickelte Werkzeug MoniSoft verwendet. Durch die plattformunabhängige Software werden das Monitoring und die Betriebsanalyse vereinfacht. Seit 2013 wird die Software an der Hochschule Rosenheim maßgeblich mit weiterentwickelt. Weitere Informationen finden Sie hier.

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