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Projekt "Public Design für die Energiewende"

Die Energiewende wird sichtbar - kreative Lösungsansätze

Hintergrund und Inhalt des Projekts

Die Energiewende wird das bestimmende Thema für die kommenden Jahrzehnte sein und auch gestaltende Berufsfelder wie die Innenarchitektur können ihren Beitrag leisten. Denn die Folgen des veränderten Umgangs mit Energie werden nicht nur im privaten sondern auch im öffentlichen Raum sichtbar und spürbar. Ob es sich um neue Parkflächen und Aufladestationen für elektrische Fahrzeuge oder gar um Aufenthaltsbereiche in der Stadt mit Auflademöglichkeiten für Smartphone und Tablet PC handelt - es gibt viel Spielraum für kreative Ideen.

Projektziel

Die Schletter GmbH bietet weltweit Lösungen in den Bereichen Solar Montagesysteme sowie Verkehrs- und Umwelttechnik. Mit der Schletter GmbH als Auftraggeber und in Begleitung von Prof. Kilian Stauss entwickelten sieben Studierende des Innenarchitektur Masterstudiengangs kreative Lösungsvorschläge, um mit der sich verändernden Situation städtebaulich umzugehen.

Ergebnisse

Die Studierenden entwickelten verschiedenste Konzepte, die schließlich bis hin zu maßstäblichen Modellen und Prototypen präsentiert wurden.

Die Studentin Inken Theile entwickelte eine Serie von Inseln mit unterschiedlichen Funktionen, von der Pedelec-Garage über die Bar bis hin zum öffentlichen WC. Je nach Funktion hält eine Insel Auflademöglichkeiten für z. B. Smartphones oder Digitalkameras bereit. Die Inseln sind dabei dank ihrer Ausstattung mit Photovoltaik und Batteriespeicher autark und können somit frei auf öffentlichen Plätzen aufgestellt werden. Im Winter werden die Einheiten abgebaut und eingelagert.

Regenerative Energieerzeugung durch Windkraft in der Stadt, damit beschäftigte sich Sophie Hassels. Sie entwarf Cluster aus piezokeramischen Flächen, die im Windstrom an einer Tragstruktur flattern und vibrieren und dadurch Strom erzeugen. Die Studentin stellt sich die Cluster in Form von korallenartigen Strukturen vor, welche in der Nachrüstung organisch über bestehende Gebäude gelegt oder beim Neubau direkt in energieoptimierte Doppelfassaden integriert werden. Somit dienen sie gleichzeitig der Verschattung. Somit könnten alle Außenbauteile eines Gebäudes zur Energieerzeugung genutzt werden und die Struktur gleichzeitig als Verschattung fungieren.

Die Energiewende soll Spaß machen, auch im öffentlichen Raum - das dachte sich die Studentin Jana Vieregge, als sie ihre zugleich künstlerischen und gebrauchstauglichen Möbel entwarf. Die farbenfrohen Gegenstände beinhalten immer eine unsichtbare Form der Stromführung an deren Ende sich jeweils eine Steckdose in Tulpenform befindet. Neben Möbeln gibt es auch peitschenförmige, überdimensionale Grashalme, die als Aufladestationen für Elektrofahrräder dienen oder Absperrbänder in Form von Kabeln, wobei an jedem Pfosten eine Steckdose sitzt.

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